Montag, 26. Mai 2008

Bienvenue chez les Français

Die 8. Französische Filmwoche findet vom 27. Juni – 03. Juli 2008 in Berlin statt.

Noch ist nicht entschieden, ob es wieder ein Seminar zur Filmwoche geben wird. Diese Schwerpunkte sind denkbar:
  • Filmproduktion in Frankreich (Schwerpunkt Medienwirtschaft mit side kicks auf Deutschland)
  • Französisch für Filmschaffende
  • Das zeitgenössische französische Kino (Ästhetik, ein wenig Wirtschaft)
  • Kinowirtschaft (mit Gästen, die u.a. sich für das europäische Arthouse-Kino einsetzen)
  • Filmberufe
Hierüber entscheiden die Fachbereiche. Maximal zwölf Teilnehmer könnten an diesem Seminar teilnehmen. Es ist recht zeitaufwändig (Festivalzeitraum + ein Tag), dafür fallen bei regelmäßiger Teilnahme keine weiteren Hausarbeiten an. Ziel des Kurses:
  • Gemeinsame Erstellung eines Readers
  • Schreiben von Filmkritiken im Weblog
  • Kennenlernen der Fachbegriffe, Erarbeiten einer Lexik
"Von Frankeich lernen heißt siegen lernen", könnte man in Abwandlung einer alten Parole sagen. Filme aus Frankreich wie „Zusammen ist man weniger allein“ (Ensemble, c'est tout) haben in Deutschland großen Erfolg an der Kinokasse, kommenden Herbst startet hierzulande der französische Rekordfilm "Bienvenu chez les Cht'is". Frankreich stand bei vielen Förderarten der deutschen Filmförderung Pate, die A-Festivals beider Länder konkurrieren freundlich miteinander, und jetzt hat auch ein französischer Film das Festival von Cannes gewonnen.

Gleichzeitig wächst in Frankreich der Unmut. Mittelgroße Filmbudgets seien immer schwieriger zu beschaffen, beschreibt Pascale Ferran, die letztes Jahr mit "Lady Chatterley" bei der Berliner Filmwoche zu Gast war, die Situation, und mit ihr warnten mehrere hundert Unterzeichner vor dem drohenden Tod des Arthouse Kinos. Wie ist die Lage in Frankreich, was meinen die Macher selbst? Neben Textstudium, Diskussionen und Kino haben wir die Chance, einige der Festivalgäste auch in den Seminarraum einzuladen.

Gruß,
Caroline


Einige Titel aus dem umfangreichen Programm der diesjährigen Filmwoche stehen fest, etliche deutschen Erstaufführungen sind dabei:

LA GRAINE ET LE MULET – COUSCOUS MIT FISCH, Regie: Abdellatif Kechiche, mit Sabrina Ouazani, Carole Franck, Olivier Loustau u.a.
Im Hafen der südfranzösischen Stadt Sète träumt Monsieur Slimani davon, sein eigenes Restaurant zu eröffnen. Doch mit seinem schmalen Einkommen wird es ihm kaum gelingen, bis sich seine Familie entschließt, ihn bei seinem Traum vom besseren Leben zu unterstützen. Der Film war ein großer Publikumserfolg in Frankreich und wurde in diesem Jahr mit vier Césars ausgezeichnet. Deutsche Erstaufführung des César-prämierten Films

LES CHANSONS D’AMOUR, Regie: Christophe Honoré, mit Louis Garrel, Ludivine Sagnier, Chiara Mastroianni u.a.
Alle Liebeslieder erzählen immer die gleiche Geschichte: „Zu viele lieben dich“..., „Ich könnte ohne dich nicht leben“... „Sorry Angel“. Christophe Honorés musikalische Interpretation von drei Liebenden in Paris wird untermalt von unbeschwertem französischem Pop. Der Film war 2007 im Wettbewerb beim Festival in Cannes vertreten

NAISSANCE DES PIEUVRES, Regie: Céline Sciamma, mit Pauline Acquart, Louise Blachère, Adèle Haenel, Warren Jacquin.
Drei 15-jährige Mädchen verbringen den Sommer: Marie, Anne und Floriane. Sie treffen sich in den Umkleidekabinen des Schwimmbads, teilen ihre Geheimnisse und ihre Sehnsüchte. 2007 wurde der Film in der Reihe Un certain regard beim Festival in Cannes gezeigt. Deutsche Erstaufführung

PRÊTE-MOI TA MAIN, Regie: Eric Lartigau, mit Alain Chabat, Charlotte Gainsbourg, Bernadette Lafont u.a.
Luis ist gutaussehend, erfolgreich und lebt ein unbekümmertes Single-Leben. Das ändert sich schlagartig, als seine Mutter und seine fünf Schwestern beschließen, ihn zu verheiraten, weil sie ihm nicht mehr den Haushalt führen wollen. Ein Blind-Date jagt das nächste, bis Luis beschließt, sich selbst eine Schein-Verlobte zu suchen. Eric Lartigau inszeniert Comedien Alain Chabat und Charlotte Gainsbourg als ungleiches Paar. Deutsche Erstaufführung

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